[UPDATE]: Frist nicht verpassen!

Leider unterliegt die Umsetzung der letzten Waffenrechts-Novelle nicht den Corona-Beschränkungen. Am 31. Juli 2021 endet die Übergangsfrist für das Anmelden oder Vernichten von Magazinen, die ab dem 01.09.2020 verboten wurden. Altbesitz kann für alle Magazine geltend gemacht werden, die sich vor dem 13.06.2017 im eigenen Besitz befanden. Der Altbesitz muss bis zum 01.08.2021 bei der zuständigen Behörde angezeigt werden.

Formular für die Anzeige von Magazin Altbesitz – Rhein-Lahn-Kreis

Formular für die Anzeige von Magazin Altbesitz – Limburg-Weilburg

Die obigen Formulare wurden (07. April 2021) bei den Behörden abgefragt und sind aktuell.

Durch die Einführung des nationalen Waffenregisters, wurde Euch als Waffenbesitzer einer erlaubnispflichtigen Waffe eine Personen-Identifikations-Nummer zugeordnet. Diese ist für die Meldung der Altbesitz Magazine notwendig. Hattet Ihr in letzter Zeit eine Änderung auf Eurer WBK, ist diese Nummer wahrscheinlich bereits von der Behörde auf Eure WBK gedruckt worden (die Nummer beginnt mit enem „P“). Sollte dies nicht zutreffen, könnt Ihr sie bei Eurem zuständigen Sachbearbeiter erfragen.

Die Bundesregierung will dadurch die Nutzung von legalen Schusswaffen zur Begehung terroristischer Anschläge erschweren, was insbesondere durch eine Begrenzung der Magazinkapazität halbautomatischer Schusswaffen erreicht werden soll. Weitere Details findet ihr hier unter diesen Links: „[UPDATE]: Frist nicht verpassen!“ weiterlesen

Nationales Waffenregister (NWR): Ab September benötigt ihr in Deutschland die neuen NWR-IDs

Im Nationalen Waffenregister (NWR) ware bisher nur private Waffen gespeichert. Im Zuge des Ausbaus des NWR, werden nun auch alles Waffen erfasst, die im Besitz von Herstellern und Händlern (NWR-II) erfasst. Dies geschah im Zuge des 3. WaffRÄndG und ist ab dem 01. September 2020 gültig.

Beim Verkauf von Privat zu Privat ändert sicht nichts. Ist bei einem Kauf oder Verkauf, Reparatur oder Aufbewahrung ein Waffenhändler involviert ändert sich alles.

Dazu gibt es einen einen Artikel auf der Webseite der GRA, die die Änderungen in Bezug auf das NWR ausführlich erläutert.

Allgemeine Neuigkeiten zum Thema NWR findet ihr hier auf der offiziellen Projektseite.

Jeder Waffenbesitzer ist berechtigt, bei seiner zuständigen Waffenbehörde sein NWR Stammdatenblatt anzufordern. Inzwischen sind viele Fälle von fehlerhaften Stammdaten bekannt geworden (doppelte Einträge, faösche Seriennummer, fremde Waffen, etc). Schon allein deswegen, ist es empfehlenswert, das jeder Waffenbesitzer seine Stammdaten anfordert und sie mit den tatsächlichen Gegebenheiten vergleicht. Sonst könnte es bei einer Kontrolle zu unangenehmen Situationen kommen.

Quellen:

German Rifle Association
Katja Triebel

Wiederaufnahme Trainingsbetrieb im Schützenhaus

Liebe Schützenschwestern, liebe Schützenbrüder,

die Corona-Pandemie hindert uns seit über 8 Wochen daran, unseren Schießsport so auszuüben, wie wir es über Jahre hinweg gewöhnt waren. Zur Verhinderung der Ausbreitung wurden verschiedene staatliche Maßnahmen ergriffen, um den Ausbruch einer großen Infektionswelle wie in vielen Nachbarstaaten geschehen, zu verhindern. Wie wir heute wissen, mit Erfolg. Ausgangssperren, Kontaktbeschränkungen, Veranstaltungs- und Versammlungsverbote, sowie das Verbot von gemeinsamen sportlichen Aktivitäten haben unser Leben in den letzten Wochen geprägt. Aus vielen Gesprächen mit Euch hört man auch heraus, dass nicht nur das Ausüben des Sportes fehlt, sondern auch die vielen persönlichen Kontakte die an unseren Trainingstagen im Schützenhaus gepflegt wurden. Wir sehnen uns so sehr alle ein Stück Normalität zurück. „Wiederaufnahme Trainingsbetrieb im Schützenhaus“ weiterlesen

Änderungen im Waffengesetz (WaffG)

Am 20. Februar 2020 ist die dritte Novellierung des Waffengesetzes durch die Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft getreten. Einige neue Bestimmungen gelten sofort, manche werden nach einer Übergangsfrist am 01. September 2020 in Kraft treten.

Im Folgenden findet Ihr eine kleine Linksammlung mit Verööfentlichungen, die auf die konkreten Änderungen und deren Inkrafttreten eingehen.

Artikel der German Rifle Association über die Änderungen im Waffengesetz durch die 3. Novelle und das zeitliche Inkrafttreten.

Frage-Antwort-Papier Novelle Waffenrecht des Deutschen Jagdverbandes (DJV) und des Forums Waffenrecht.

Mit Änderung des Waffengesetzes ändern sich die rechtlichen Einstufungen von bestimmten Bauteilen bei Schusswaffen. Der verlinkte Leitfaden des Bundeskriminalamtes (BKA) gibt ausführliche Informationen zu diesem Thema.

Neues zum Thema Waffenschrank-Schlüssel

Interessante Entwicklung in Sachen Schlüsselaufbewahrung des Waffenschrankes: Das Verwaltungsgericht Köln hat zu diesem Thema Anfang dieses Jahres ein interessantes und vermutlich für die Zukunft bindendes Urteil gefällt.

Zu diesem Thema gab es hier auf dieser Seite schon mal einen Beitrag „Die Sache mit dem Schlüssel“. Wohin mit dem Schlüssel? Ständig um den Hals tragen oder reicht das Versteck in der Sockenschublade? Weder im Waffengesetz noch in der dazugehörigen Verwaltungsvorschrift gibt es hierzu eindeutige Regeln für die Aufbewahrung des Schlüssels eines Waffenschankes. §36 des WaffG gibt dem Legalwaffenbesitzer hierzu keinerlei eindeutigen Hinweise.

Bisher sorgte ein Merkblatt des LKA Bayern (Seite 39) für Diskussion und den daraus gewonnenen Schluss, das das bloße Verstecken eines Waffenschrankschlüssels nicht ausreicht, um §6, Abs. 1.3 „sorgfältiges Verwahren“, zu erfüllen. Auch das Verwahren des Schlüssels in einem leicht geschützten Behältnis, z.B. einer Geldkassette reicht nach dem vorher genannten Merkblatt nicht, denn

[…] Wird der Schlüssel eines Wertbehältnisses in einem – weiteren, geringwertigeren – Behältnis aufbewahrt, so kann das Wertbehältnis nur als so sicher oder gleichgestellt eingestuft werden wie das Schlüsselaufbewahrungsbehältnis. Das höherwertige Wertbehältnis zur Waffen-aufbewahrung wird somit abgewertet. Ist erst einmal das Schlüsselaufbewahrungsbehältnis aufgebrochen, dann ist auch das höherwertige Wertbehältnis geöffnet. […]

Die Empfehlung bisher war, den Schlüssel in einem durch ein elektronisches Zahlenschloss gesicherten Schutzbehältnis der gleichen Klasse wie der des durch den Schlüssel gesicherten Behältnisses zu lagern.

In dem Urteil des Verwaltungsgerichtes (20 K 8077/17) folgen die Richter dieser Deutung nicht. Die Richter befanden das Aufbewahren des Schlüssels in einer im Kleiderschrank versteckten Geldkassette als ausreichend(!). Das Gericht sah es als „sicher“ an, dass der Waffenschrank-Schlüssel „nicht offen im Haus herumlag“ sondern in einer stabilen Geldkassette in einem Kleiderschrank versteckt war.

Das ausführliche Urteil findet ihr hier.

Letztendlich sollte sich jeder für sich überlegen, inwieweit er in Hinsicht auf der Wahrung seiner Zuverlässigkeit den Aufbewahrungsort des Schlüssels verantworten kann. Ob stabile Geldkassette, Schlüsseltresor oder gleichwertiges Behältnis – zumindest scheint der Gesetzgeber uns inzwischen Alternativen zu geben.

Waffensachkunde-Lehrgang gem. §7 WaffG inkl. Prüfung beim SV Diez-Freiendiez

Unter der Leitung von Berthold Holzenthal findet in diesem Jahr bei uns im Schützenhaus wieder ein Waffensachkunde-Lehrgang gem. §7 WaffG mit Abschlussprüfung statt.

Termine:

09.03.2019, Samstag – Erster Unterrichtstag
16.03.2019, Samstag – Zweiter Unterrichtstag
23.03.2019, Samstag – Dritter Unterrichtstag und Abschlussprüfung „Waffensachkunde-Lehrgang gem. §7 WaffG inkl. Prüfung beim SV Diez-Freiendiez“ weiterlesen

Anmerkung zu den Änderungen im WaffG zur Aufbewahrung / Bestandschutz

Seit dem inkraftreten des neuen Aufbewahrungsrichtlinie im Waffengesetz (WaffG §36) gilt der Bestandschutz. Das Bedeutet, A und B Schränke können von WBK Inhabern, die vor dem 06. Juli 2017 ihre Waffenrechtliche Erlaubnis erhalten haben, weitergenutz werden.

Man könnte meinen, das WBK Inhaber, die unter den Bestandsschutz fallen, jetzt weiter ältere A oder B Schränke zu ihrem bestehenden hinzu kaufen könnten, da diese durch den Bestandschutz abgedeckt werden. Eben nicht.

Das Stichwort heisst hier „bei der Behörde angemeldete Schränke“. Der Bestandschutz greift nur für bei der Waffenbehörde angemeldet Schränke. Angemeldet ist ein Schrank dann, wenn mit dem Antrag zur ersten WBK der Besitz eines entsprechenden Sicherheits Behältnisses nachgewiesen wurde. Dieser Schrank gilt als angemeldet. Solltet ihr also einen A oder B Schrank vor dem Inkrattreten der neuen Richtlinie am 06.07.2017 nachgekauft haben und dort auch Waffen lagern, ist es ratsam, diesen Schrank der Behörde nachzumelden oder zumindest für den Fall einer Prüfung die Kopie der Original Rechnung greifbar zu haben, die nachweist, das der Schrank vor dem 06.07.2017 gekauft wurde.

Ich habe in verschiedenen Foren gelesen, das einige Waffenbehörden auf diesen Nachweis bestehen. Wie es in Bad Ems / Limburg-Weilburg / Montabaur gehandhabt wird, weiß ich nicht. Wenn jemand dazu was hört, würde ich mich über Feddback freuen.

Änderungen im Waffengesetz (WaffG) zur Waffenaufbewahrung treten ab dem 06. Juni 2017 in Kraft

Nach der heutigen Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt treten die Änderungen im Waffengesetz (WaffG) bezüglich der Aufbewahrungsvorschriften von Erlaubnispflichtigen Waffen ohne Übergangsfristen unverzüglich ab dem 06. Juni 2017 in Kraft. Bestandsschutz ist gewährleistet.

Das bedeutet, das ab Morgen bei allen Neubeantragungen einer WBK auch der Nachweis über den Erwerb/Besitz eines Sicherheitsbehältnnisses nach dem neuen Standard mindestens der Stufe 0 DIN/EN 1143-1 erbracht werden muß. Inhaber einer vorher beantragten WBK genießen den Bestandsschutz „Änderungen im Waffengesetz (WaffG) zur Waffenaufbewahrung treten ab dem 06. Juni 2017 in Kraft“ weiterlesen