Schießsport? Wie geht das? – Teil 3

Kosten          Die Kosten hängen natürlich davon ab, welche Art Waffen du schießen möchtest. Aber bevor wir darauf eingehen, fängt alles mit einer Mitgliedschaft in einem Schützenverein an. Je nach Verein, solltest du mit einem jährlichen Beitrag von 60 – 100 Euro rechnen. Die Jugend bezahlt in der Regel etwas weniger. Es gibt aber auch Vereine die einen wesentlich höheren Mitgliedsbeitrag erheben. Meist hängt das mit den Möglichkeiten auf der Schießsportanlage zusammen. Auch wird meist eine Aufnahmegebühr verlangt. Diese kann den zweifachen Jahresbeitrag, manchmal aber auch deutlich mehr betragen.

Dazu kommen noch die Stand-Gebühren. Damit werden die Kosten auf den Schießständen gedeckt, die du durch dein Training verursachst. Enthalten sind Kosten für Zielmedien, Instandhaltung und Reinigung der Anlage. Die Höhe der Gebühr ist je nach Verein unteschiedlich. Es dürfte sich um einen Betrag von um die 20 Euro/Jahr handeln. Natürlich abhängig davon, wievel Disziplinen Du schießen möchtest.

Für beide Kostenarten frag einfach bei den Vereinen, die in deiner engeren Wahl stehen, nach.

Für den Anfang wirst du wahrscheinlich mit Vereinswaffen schießen, damit du dich orientieren kannst, was dir liegt und woran du Spaß hast. Damit fallen die Anschaffungskosten für ein Sportgerät erstmal weg. Die Munition, die du verbrauchst, wirst du selbst bezahlen müssen. Das fängt bei rund 5 Euro für eine Dose mit 500 Diabolos für Luftdruckwaffen an bis hin zu rund 50 Euro für 50 Schuß Gewehr-Munition im Kaliber .308 in mittlerer Qualität.

Hast Du dich für Disziplinen mit einer Druckluftwaffe entschieden, kannst du dir ohne Wartezeit eine eigene Waffe zulegen. Hier kommt es auf den Anspruch an. Möchtest Du Luftpistole oder -gewehr schießen? Tut es eine gebrauchte Waffe? Die Preise für eine brauchbare Waffe beginnt im Gebraucht-Segment bei 500 Euro und geht bei neuen hochwertigen Wettkampf Waffen schnell in den mittleren 4-stelligen Euro Bereich. Lasse Dich hier von erfahrenen Schützen im Verein beraten, welche Waffe für Dich geeignet ist. Oft steht eine ungenutzte Waffe bei einem Vereinsmitglied im Schrank und lässt sich ggf. günstig erwerben.

Wenn du dich für Disziplinen im Klein- oder Großkaliber entscheidest, kannst Du Dir frühestens nach 12 Monaten Mitgliedschaft in einem Verein, anerkannten Verband und nachgewiesener, regelmäßiger Teilnahme am Training (hier gibt es natürlich noch weitere Voraussetzungen, auf die ich an spätere Stelle in dieser Reihe eingehe) sowie bestandener Sachkundeprüfung eine eigene Waffe zulegen. Hier gilt das gleiche wie bereits für Luftdruckwaffen beschrieben – es beginnt bei wenigen 100 Euro und endet eigentlich erst bei Deinen finanziellen Möglichkeiten ;-).

Für die Erwerbserlaubnis vom Amt (WBK – Waffenbesitzkarte) sind natürlich auch Gebühren zu entrichten. Je nach Kreis oder Stadt werden für eine neue WBK mit zwei Voreinträgen zwischen 120 und 150 Euro Gebühren fällig.

Disclaimer: Alle Angaben und Bezugnahmen zum Waffenrecht vorbehaltlich des Irrtums und der Aktualität!

Teil 4 – Was möchte oder kann ich schießen?